Projekte

Solarproduktion in Hettlingen

Wir führen eine interne Statistik über alle in Hettlingen gebauten Photovoltaik-Anlagen. Damit wollen wir unsere Vereinsziele überprüfen und auch ein stückweit unseren Erfolg messen. Anlagen, die ohne unsere Hilfe entstanden sind, werden erst zur Statistik hinzugefügt, sobald sie entdeckt werden. Helfen Sie doch mit und melden Sie uns Ihre PV-Anlage, damit wir sie sicher mitzählen können!

Stand November 2022 sind in Hettlingen 93 Anlagen am Netz. Diese produzieren im Jahr über 1’150’000 kWh sauberen Strom , was dem Strombedarf von 329 Haushalten entspricht. Weitere Anlagen sind in Planung. Ab wann produzieren Sie Ihren Haushaltsstrom?

Auf dem GIS-Browser des Bundes (unten) sehen Sie alle Photovoltaik-Anlagen, welche von der Vergütung des Bundes (pronovo) profitiert haben. Leider ist auch diese Übersicht nicht ganz vollständig und die Anlagen erscheinen verzögert. Trotzdem bietet die Karte eine eindrückliche Übersicht.

Photovoltaik Schule Hettlingen

Die grossen Dächer auf dem Schulareal eignen sich perfekt für grosse Photovoltaik-Anlagen. Während unser Verein die ersten beiden Schuldächer noch mit Spendenaktionen möglich machen mussten, konnte die Anlage auf der Mehrzweckhalle auf neuartige Weise realisiert werden

Vom 6. bis zum 14. April 2021 haben 52 freiwillige Helferinnen und Helfer aus 8 Hettlinger Vereinen in dieser wunderbaren Gemeinschaftsarbeit mitgewirkt. Sie wurden von zwei fachkundigen Bauleitern der Energiewendegenossenschaft Region Winterthur angeleitet. So wurden in nur 7 Tagen total rund 560 Dachhaken gesetzt, über 1 km Alu-Schienen verlegt und 330 Module installiert. Das Solarkraftwerk gilt als schönes Beispiel dafür, was alles erreicht werden kann, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Die Anlage produziert 115’000 kWh pro Jahr, was dem durchschnittlichen Strombedarf von 25 Haushalten entspricht. Zusammen mit den beiden bestehenden Solaranlagen hat die Schule Hettlingen nun eine solare Gesamtleistung von 155 kW! Dies ist ein entscheidender und wichtiger Beitrag zur Energiewende.

Beitrag in der Hettlinger Zytig Nr. 04/2021

Film Solarpower Hettlingen (25 min)  Der Film dokumentiert den Bau der 110 kW Photovoltaik-Anlage auf der Mehrzweckhalle Hettlingen.

Kurzversion Film Solarpower (4.5 min)

Photovoltaik auf MFH in Kernzone

Mehrfamilienhäuser verfügen oft über grosse Dächer, auf denen sich grössere zusammenhängende Photovoltaikanlagen realisieren lassen. Grosse Solaranlagen sind im Vergleich zu Kleinanlagen wegen Mengen- und Synergie-Effekten nicht nur günstiger zu realisieren, sondern bieten dank ZEV auch die Chance von deutlich besseren Gewinnmargen während dem Betrieb.

Das Holzhaus am Burgtrottenweg 1d ist in vielerlei Hinsicht ein Pionier-Projekt. Es ist eine der ersten neu erlaubten Aufdach-Anlagen in der dörflichen Kernzone. Für die hier notwendige Baubewilligung mussten ein paar visuelle Anforderungen erfüllt werden. Mit 36 kWp, 112 Solarmodulen auf rund 180 m2 Fläche gehört diese Anlage zurzeit immer noch zu den grössten privaten Anlagen in Hettlingen. Das Dach wurde maximal belegt, auch das NNW-Dach, welches ausser in den vier Wintermonaten willkommenen Strom zum Kochen am Abend liefert. Eine weitere Spezialität ist ein Energiemanagement mit Nachtbatterie und einer Notstromfunktion. Ganze acht Monate im Jahr könnten die vier Familien in diesem Haus ohne Netzstrom auskommen. Im Hochwinter beträgt der Autarkiegrad immer noch 65%. Dank dem Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV) konnte hier ausserdem die Gewinnmargen deutlich erhöht werden.

Faktenblatt zur PV-Anlage mit Nachtbatterie

Bericht in der Hettlinger Zytig Nr. 06/2021

Gestaltungsempfehlungen für Aufdach-Anlagen in Kernzone Hettlingen

eEH-Merkblatt: Vorgehen bei Photovoltaik auf MFH

eEH-Merkblatt: ZEV versus Eigenstrom X

Energiebilanz Hettlingen

Wir beobachten und analysieren laufend die Energie-Kennzahlen in unserer Gemeinde. Im 2020 wurde die fünfte Version der Energiebilanz Hettlingen dem Gemeinderat zugestellt. Diese Energiebilanz 2018 ist nur Mitgliedern zugänglich. Das Projekt ist im Moment sistiert, da sich der riesige Aufwand für uns nicht mehr rechtfertigen liess. Aber wir haben der Gemeinde gegenüber Bereitschaft signalisiert, dass wir die Energiebilanz wieder aktualisieren würden, sobald die Gemeinde diese als Werkzeug für konkrete Verbesserungen nutzen möchte. Trotzdem nachfolgend ein paar Erkenntnisse aus der letzten Energiebilanz.

  • Seit 2018 verbrauchen wir geringfügig weniger Energie für Haushalt (Wärme und Haushaltstrom als der CH-Durchschnitt, davor lagen wir darüber. Dies trotz einer höheren Wohnfläche pro Einwohner und einer weniger verdichteten Bausubstanz als im CH-Durchschnitt. Man kann also sagen, dass unsere Bausubstanz bezüglich Wärmedämmung besser abschneidet als der CH-Durchschnitt. Geholfen haben uns sicher auch die neusten Arealüberbauungen/Verdichtungen seit 2010 mit vorbildlichen Energiestandards, die rund 10% der Haushalte ausmachen.
  • Dank des Wärmeverbunds und des deutlich grösseren Anteils an Wärmepumpen beziehen wir zudem rund 15% weniger Endenergie (Strom und Erdöl) als der CH-Durchschnitt. D.h., wir leisten uns zwar etwas mehr Wohnfläche, kompensieren dies aber durch eine effizientere Nutzung der Energie.
  • Bezüglich erneuerbarer Energie schneiden wir dadurch natürlich deutlich besser ab:
    • Im Jahr 2014 war 50% der Energie, welche wir nutzen, erneuerbar, d.h. CO2-frei
    • Im Jahr 2015 stieg dieser Anteil auf 63% (dank der Umstellung des EKZ auf vollständig erneuerbaren Strom, ohne Atomstrom), im Jahr 2018 hat sich dieser Anteil weiter verbessert auf 67%
    • Der CH-Durchschnitt beträgt demgegenüber rund 40%
  • Für 2035 ist es realistisch, dass 81% unserer verbrauchten Energie erneuerbar sein wird.

Details und Interpretation finden Sie hier Energie Bilanz 2018 Hettlinger Zytig

In der Grafik sind die heutigen in Hettlingen verwendeten Energieträger ersichtlich. Gezeigt wird der Hettlinger Energieverbrauch 2018 (inklusive Gemeinde, ohne Verkehr und ohne Gewerbe) im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt und unseren, für Hettlingen möglichen Zielen für 2035 und 2050.